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Christine Lavant entdecken

Ich hab Christine Lavant in Ihrer Stube besucht...

16. Oktober 2021 mit Sigrid Sattler & Christian Etsch Elgner beim TagträumerInnen Festival in Irrfritz und am 30. Oktober 2021 in St. Stefan im Lavanttal

 

Die Stimme von Christine Lavant, eine Schreibmaschine, ein Blatt Papier, eine Stricknadel, ein Zündholz und eine Klarinette...diese Soundcollage mit Loopstation eben mal live gespielt im ORF - Radiokulturhaus Wien...das hat Julian Pölsler mit Fotos von Ernst Peter Prokop von 1963 draus gemacht...


Regie & Schnitt: Julian Pölsler; Fotos: Ernst Peter Prokop

Musik & Soundcollage: Edgar Unterkirchner

Mit freundlicher Genehmigung der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft

 https://youtu.be/xspb5yuYUzw

 

"Das Wechselbälgchen" von Christine Lavant

Sigrid Sattler & Christian Etsch Elgner
Edgar Unterkirchner, Saxophon

Samstag, 16. Oktober 2021 | 19:30 Uhr
TagträumerInnen Festival - Irrnfritz/NÖ
Infos: https://tagtraeumerinnen.at/

Samstag, 30. Oktober 2021 | 19:00 Uhr
Haus der Musik St. Stefan/Lav.

Karten: San Damiano Buch-Musik-Kunst: 04352/36197 Christine Lavant Gesellschaft: 0676/6304548 Regionalmanagement Lavanttal: 04352/2878
Saaleinlass: 18 Uhr | Eintritt: € 15,-



Mit der Erzählung DAS WECHSELBÄLGCHEN begann die literarische Karriere, der im Kärntner Lavanttal (daher ihr Künstlername) geborenen, Christine Lavant. Sie kam aus einer Familie mit neun Kindern und lebte in entsetzlicher Armut. Schwere Krankheiten zeichneten ihren Weg, die sie alle irgendwie überlebte. Als Strickarbeiterin brachte sie sich durch und rang als autodidakte Schriftstellerin mit der Sprache und mit einer Welt, in der ein Buchkauf als „Sünde wider das Brot“ galt. Dieses harte Leben spiegelt sich in manchen ihrer Erzählungen wider.So auch im WECHSELBÄLGCHEN, einer Geschichte aus dem Grenzland zu Slowenien in der Zwischenkriegszeit. Die einäugige Magd Wrga hat eine uneheliche, behinderte Tochter, von der alle glauben, sie sei ein Wechselbalg, der ihr von bösen Geistern unter-geschoben und mit ihrem wirklichen Kind vertauscht wurde. Diesen gespenstischen Unfug glaubt vor allem ein Knecht namens Lenz, der in einem Traum die Anweisung erhalten haben will, die hässliche alte Magd zu heiraten. Widerwillig und berechnend nimmt er sie zur Frau, bekommt mithilfe des Pfarrers sogar einen Posten als Gemeindebote, wird also „Herr“ - und zur Krönung seines Glücks auch noch Vater eines engelhaft blonden Mädchens. Den Wechselbalg duldet er zwar in seinem Haus unter Groll und Missachtung, aber insgeheim trachtet er dieser verkrüppelten Figur nach dem Leben...

DAS WECHSELBÄLGCHEN von Christine Lavant feierte als Theaterstück seine Premiere am 16.5.2018 am Theater Oberzeiring (www.theo.at) und blieb ein Jahr am Spielplan des THEO. Seit 2019 Vorstellungsserien in Ebenfurth, Klagenfurt, Leoben, Salzburg, Weisskirchen, Wien und bei Festivals in Dechantskirchen und Straden. Wiederaufnahme im Herbst 2021 für das Tagträumer*innen Festival in Niederösterreich, musikalisch begleitet von Edgar Unterkirchner mit eigens dafür komponierter Musik.

 

 

„… um die Möglichkeit zu haben, ihm zu sagen, wie wunderbar, unglaublich und zutiefst sensibel und kraftvoll sein Spiel war."

Petra Morzé (Schauspielerin, aus einem Brief)